Hufrehe - auf was Sie bei der Fütterung achten sollten!!! Hufrehe ist eine Erkrankung, die sehr häufig auftritt, über die jedoch viele Unklarheiten herrschen. Hufrehe wird nicht durch Eiweiß ausgelöst, wie viele Pferdebesitzer glauben und tritt auch nicht nur im Frühjahr bei Weideauftrieb aus. Häufigste Ursache ist eine Stoffwechselstörung des Dickdarms, wenn ohne Futterumstellung von einem auf den anderen Tag größere Mengen an Kohlenhydraten (Stärke im Getreidekorn oder Fruktane im Gras) zur Verfügung gestellt werden. Auch Gaben von unaufgeschlossener Gerste und Mais, sowie von größeren Mengen an Melasse und Zucker kann eine Störung im Dickdarm auslösen und zur Hufrehe führen. Dabei sterben nützlich Bakterien ab und setzten Gifte frei, die dann über den Blutkreislauf in die Huflederhaut gelangen und dort eine Enzymreaktion auslöst, die dann wiederum für die Trennung von Hufbein und Hornkapsel führt. Im akuten Fall sofort den Tierarzt rufen und das erkrankte Pferd in eine tief eingestreute Box bringen. Während der akuten Phase die genauen Fütterungsanordnungen des Tierarztes befolgen, der in den meisten Fällen zu Heu und Mineralfutter raten wird
Vorsicht Wohlstandsproblem: Dicke Pferde sind besonders anfällig für Hufrehe. Darum ist es wichtig, dass sich Pferde in einer guten Futterkondition befinden. Also heißt das Motto: Sinnvoll und schonend abnehmen.
Wohlstandserkrankungen treten immer häufiger auf (Beispiel EMS):
Das Fettgewebe (für EMS typisch am Mähnenkamm, am Bauch, über den Augen, Nähe des Schlauches und am Schweifansatz) kann Hormone ausschütten, die den Energiestoffwechsel beeinflussen und zur Zuckerstoffwechselstörung (Equines Metabolisches Syndrom) führt. Typisch ist für diese Krankheit die chronische, wiederkehrende Hufrehe. Oft stehen die Pferdebesitzer dabei vor einem Rätsel, denn sie können sich den Grund für die zahlreichen Reheschübe nicht erklären. Die Diagnose ist schwierig und gehört in die Hand eines kompetenten Tierarztes, der sich mit dieser Krankheit auskennt. Nach Diagnose heißt es dann für EMS erkrankte Pferde Diät halten, denn Medikamente gegen EMS gibt es bislang nicht. Die Diät soll aus energiearmem, rohfaserreichem Futter bestehen und mit einer passenden Mineralstoff-, Vitamin- und Spurenelementversorgung abgerundet werden. Wichtig dabei ist die tägliche Bewegung, um den Energieverbrauch anzuregen. In der Praxis setzt man am besten spät geerntetes Heu als Grundfutter ein. Am besten lassen Sie das Heu einmal analysieren, um sicher zu gehen, dass es nicht sehr nährstoffreich ist. Altes Heu kann auch mit Stroh gemischt werden, um das Volumen zu erhöhen. Als Kraftfutter können unmelassierte Trockenschnitzel eingesetzt werden. Achten Sie darauf, dass ein gut verfügbares Mineralfutter gegeben wird, das keine Melasse, Zuckerstoffe oder Getreide enthält. Beste Vorbeuge: Übergewicht durch eine bedarfsgerechte Fütterung vermeiden und Bewegung! Wir empfehlen einen FutterCheck durchführen zu lassen.
Wir danken ganz herzlich Frau Dr. Heike Maroske für Ihr Einverständnis zur Uebernahme des gesamten Textes über die Fütterung von Hufrehepferden! Bitte beachten Sie den direkten Link auf unserer Link-Seite.
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