Das Grundfutter- Ausreichende Mengen an gutem Heu, sind eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Pferdefütterung. Leider wird dies in der Praxis oft vernachlässigt und zuwenig Heu bei gleichzeit zu hohen Gaben an Kraftfutter gefüttert.
- Vorsicht mit schlechten Heu oder Silage, Schimmel kann Hufrehe auslösen.
- Fruktane können Hufrehe auslösen: Pflanzen speichern als Energiereserven Fruktane. Diese werden hauptsächlich in den Stängeln gespeichert. Stängelreichen Weideaufwuchs sollte also vermieden werden, da je nach Tageszeit, Temperatur und Jahreszeit dort die höchsten Fruktangehalte zu erwarten sind. Dies ist auch ein Grund warum viele Pferde noch im Herbst, auf abgegrasten Weiden an Hufrehe erkranken. Gerade diese abgegrasten Weiden mit hohem Stängelanteil, lagern viele Fruktane ein und wenn im Herbst bereits niedrige Temperaturen herrschen und die Sonne scheint, ist das Hufreherisiko sehr hoch.
- Darum bitte Weidezeiten beachten: Hohe Fruktangehalte sind zu erwarten, wenn die Pflanze ausreichend Licht bekommt und diese in Energie (Fruktane) umwandelt, durch Wachstum aber nicht direkt verbrauchen kann. Dann kommt es zu einer erheblichen Anreicherung von Fruktanen im Gras. Ursachen für ein mangelndes Wachstum können sehr unterschiedlich sein: Kalte Temperaturen (Frost), ständig abgefressene Pflanzen, nährstoffarme Böden.
- Der höchste Fruktangehalt ist zu Vegetationsbeginn im Frühjahr anzutreffen. Lassen Sie die Pferde nicht auf die Weide solange es Nachts noch kalt wird (unter 8 Grad) und die Sonne scheint.
- Langsame Futterumstellung bei Futterwechsel und Weidebeginn. Pferde sollte mind. 3 bis 4 Wochen an frisches Weidegras gewöhnt werden. Mit 10 Minuten pro Tag beginnen und langsam steigern. Bei Kraftfutterwechsel mindestens 7 Tage lang schrittweise das bisherige Kraftfutter durch das neue Kraftfutter ersetzen.
- Bei Weidegang Portionsweide oder Maulkorb wählen. Die wenigstens Pferde vertragen auf Dauer 24 h Weidegang auf Powergräsern.
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